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Aggressive Ausrüster

Mittwoch, Dezember 16, 2015 / by Tobi
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Schon in jungen Jahren werden Kids durch soziale Netzwerke, Medien und Kontakte dazu gedrängt sich bewusst für Markenkleidung zu entscheiden. Wenn man sich die Sportartikel anschaut, die von unseren Freunden, Nachbarn, Arbeitskollegen und uns selbst benutzt werden, kommt man kaum um einen Swoosh oder die drei Streifen herum.  In gewisser Hinsicht spiegelt sich das auch im heutigen Profisport immer häufiger wieder.

Erst vor wenigen Tagen verkündete „Nike“ eine lebenslange Partnerschaft mit dem bekanntesten Sportler in Amerika (Wert unbekannt) – LeBron James (Basketball) – der Traum eines jeden Sportlers. Wobei es sich auf dem amerikanischen Markt mehr um die individuellen Superstars dreht (Beispiele: S. Curry, Basketball, „Under Armour“/David Beckham, Fußball, „adidas“/Derek Jeter, Baseball, „Jordan Brand“), sind Team-Ausrüsterverträge im internationalen Markt natürlich mindestens genauso lukrativ. Nach dem Titelgewinn bei der Fußball Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien verkaufte „adidas“ über 3 Millionen deutsche Trikots – und für jedes erhält der DFB 5,10 Euro als Lizenzgebühr. Das Rechnen überlasse ich euch, nur um mal ein paar Zahlen zu nennen. 2006 bot „Nike“ dem DFB 500 Millionen für eine 8-jährige Partnerschaft. Das wäre das Doppelte über eine kürzere Laufzeit verglichen mit dem Angebot des jahrzehntelangen Partners „adidas“. Es wurde jedoch abgelehnt. Inoffiziell ist dies einfach eine Frage der Ehre – die drei „adidas“-Streifen gehören einfach zum DFB-Trikot dazu. Doch solch ein „ehrenhaftes“ Verhalten ist heute ziemlich rar.

Um euch noch eine beeindruckende Zahl zu nennen: Seit dem Wechsel zu „adidas“ kassiert Manchester United jährlich 85 Millionen Euro – Bayer Leverkusen, ist auch regelmäßig international vertreten, und kassiert zum Beispiel „nur“ 2 Millionen Euro pro Jahr. Natürlich sind diese Vereine nicht miteinander zu vergleichen, jedoch wird einem hier nur vor Augen gehalten, wie viel Potenzial und in diesem Sinne auch Geld in diesem Markt liegt. Durch die Jahrzehnte lange Popularität englischer Vereine in Asien können die meisten europäischen Fußball-Ligen in Sachen Sponsorships und Liga-Vermarktung nicht annähernd mithalten.

Das ganze Wettbieten der Ausrüster wirkt unserer Meinung nach ein wenig überhitzt. Niemand würde es zugeben, aber das Prestige spielt eine gewaltige Rolle. In jeglichen Sportarten werden monströse Verträge über ebenso gewaltige Laufzeiten abgeschlossen – nur um dem Konkurrenten eins auszuwischen. Firmen wie „Jako“ (Darmstadt 98), „Kappa“ (Vfl Wolfsburg), Lotto (1.FSV Mainz 05) oder sogar namhaftere wie „Puma“ (Borussia Dortmund) haben Probleme mitzuhalten. Und die Zukunftsaussichten sind nicht gerade rosig, denn das Ziel der beiden Marktführer ist die totale Übernahme von gesamten Ligen. Glücklicherweise wird dies – hoffentlich – nicht allzu bald passieren, oder vielleicht doch?

Was sagen wir dazu?

Grundsätzlich finden wir die ganze Debatte ein wenig überbewertet. Das eigentliche Produkt, die Qualität, verkommt zur Nebensache. Mit unserem Fussballschuh von FC3 wollen wir einen anderen Weg einschlagen. Es geht nicht einzig und allein um die Marke des Schuhs, sondern um die Performance! Durch anhaltendes Training entwickelt sich bei den Kids eine Dynamik, die unsere Vision vom effizienten und wirkungsvollen Trainings verwirklicht. Etwas nachhaltiges dem Fussball zurückzugeben, das ist unser Ziel. Und was ist schon nachhaltiger als bereits im Kinderfussball Verbesserungen zu erzielen, die eine solide Basis für den Jugend-, Amateur-, und Profifussball bietet? Gerade im Zusammenhang mit der allgegenwärtigen Markenaffinität wissen wir, dass unser Fussballschuh beispielsweise niemals einen Nike Mercurial oder Adidas X15 komplett verdrängen kann. Aber warum sollte man auf uns verzichten? Wir fertigen eine qualitativ hochwertige, dem aktuellen Modeempfinden entsprechende, Fußballtrainingsmethode an, die auch noch einen Mehrwert bietet. Warum also nicht mit uns trainieren und mit der „Marke“ spielen? Ich schweife hier schon wieder aus, aber es gibt eigentlich soviel darüber zu schreiben.

Wir bleiben gespannt darauf, was sich in nächster Zeit bei den Ausrüstern und Ausgerüsteten entwickelt!

 

 



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